17 September, 2006

Guinness World Record – Surfing

Dumela!!!! (Sesotho; Tswana für Hallo)
Also das mir den Bildern klappt immer noch net! deswegen hier einfach die Links bis ich mal mehr Zeit habe um danach zu schauen!

Diese Woche hab ich nicht so viel erlebt, aber das was ich erlebt habe war einmalig und ich bin mir zu 99,9% sicher, dass ich so was nie wieder erleben werde...Aber um die Spannung hoch zu halten erst mal was anders!
Wie einige ja bereits wissen (und die anderen jetzt erfahren) möchte ich mir hier ein Auto kaufen. Doch das gestaltet sich erheblich schwieriger als ich dachte. Schuld daran ist die afrikanische Gelassenheit – die mir aber an anderer Stelle wieder entgegenkommt ;-). Ich bin an einer Mercedes E-Klasse von 1985 interessiert, die gerade in der Werkstadt ist und ich bekomme jeden Tag zu hören: „I spoke to the mechanical! The parts arrived at the garage and he will fix it today! Cheers André“ - das kotzt mich so langsam echt an!!!!!!! Ich hab ja gerade ein Auto, aber ich glaube, dass dieser rote Blitz (Kadett von anno dazumal) in den nächsten Tagen oder gar Stunden den Geist aufgibt (das einzig Gute an dem Ding ist, dass es röhrt wie ein Panzer und ich daher immer Platz auf der Strasse habe). Deswegen wäre ich echt sehr froh wenn diese Afrikaner endlich mal ‚d’ Schurz waggle lasse!’ Na ja, sei’s drum, es wird schon noch klappen bevor ich wieder nach Hause komme und falls nicht hab ich schon Geld gespart! ... Aber jetzt wieder zum spannenden Teil! Am Sonntag waren wir in Muizenberg, bei einem Weltrekordversuch.
Im Grunde ging es darum, dass so viele Surfer auf eine Welle reiten wie möglich. Der momentane Rekord wurde im April in Irland aufgestellt. Bei dem in Irland markierten Weltrekord waren insgesamt 53 Surfer auf einer Welle – und ich darf’s vorweg nehmen... Cape Town hat’s geschafft! Dazu hatte die ganze Truppe (286 gemeldete Surfer) sechs Versuche. Am Anfang stellten sich alle Surfer, die teilnahmen in einer Reihe, dem so genannten ‚Line up’, auf und warteten auf den Startschuss, bevor sie sich in die Fluten warfen und das Projekt ‚Guinness Buch der Rekorde’ startete. Als sie an der Stelle waren, wo es darum ging die Welle zu bekommen waren zwei der Organisatoren auf Jet Skis, die ein Zeichen gaben welche Welle genommen wird – was allerdings nicht immer gelang.
Aber letztendlich hat es gereicht – und das mir Abstand. Die neue (noch inoffizielle Marke) ist bei 73 Surfern und dürfte ein hartes Stück Arbeit für die nächsten Anwärter sein.
Nun fragt ihr euch bestimmt, ob ich auch mitgemacht habe! - Nein, leider nicht. Ich war zwar surfen, aber während des Weltrekordversuchs war ich nicht dabei. Der Wecker würde jetzt wahrscheinlich sagen: „Mensch Kerle, isch doch easy oder?“, der Fabi: „Ah André du Nutte, des geht gar net!“ und der Roland höchstwahrscheinlich: „Alter mords d’ Stress!“ Aber ich wollte nicht riskieren, denen ihren Weltrekord zu versauen!
Auf jeden Fall war’s ein tolles Erlebnis und ich hatte verdammt viel Spaß, auch wenn ich nur zugeschaut hab. (ach ja- hier ein video zum besagten Event!!!!!)

So das ist genug für heute!

Ho fihlela re bonana! (bis bald auf Sesotho )

12 September, 2006

Penguins, whales, ostriches and the Cape of Good Hope – WOW!!!!

Sanibona (‚isiZulu’ für Hallo – plural),
ich hatte ein wunderschönes Wochenende! Am Freitag ist mir mal wieder was unglaubliches passiert! Ich war mit Sven der leider heimgeflogen ist – ich hoffe du bist gut angekommen – und Holger auf Sven’s Abschiedsfest in dessen Firma. Als wir ankamen gab es erstmal ‚Springbocky’. Das ist ein Pfefferminzlikör, den man zusammen mit einer Art Baileys trinkt und einem gut zusetzt...So um 7 abends kam dann ganz unverhofft die Frage: „Wir gehen noch in unser Ferienhaus am Strand grillen und was trinken! Wollt ihr mit? Ihr könnt auch dort übernachten!“ Kurzer Hand antworteten wir mit Ja und furchen los. Auf dem Weg dorthin dachten wir von Minute zu Minute, wo die uns denn da hinschicken...da war gar nichts für ca. eine halbe Stunde Autofahrt. Wir dachten schon, dass ‚Grotto Bay’ gar nicht mehr kommt. Aber schließlich kamen wir in ‚Grotto Bay’ an und konnten es kaum glauben, was uns alles aufgetischt wurde! Wir halfen, den netten Gastgebern (übrigens der Chef von Sven und dessen Schwester) die Sachen aus den Autos in das wunderschöne Ferienhaus direkt am Strand zu bringen. Wir waren zu siebt und die hatten für ca. 30 Leute eingekauft...16 Sixer, 2 Kisten Wein und zwei Kühltruhen Schnaps – und das ist nur das Trinken! Als wir dann ausgelassen gefeiert hatten und auch wieder fit waren fuhren wir wider nach Kapstadt zurück und machten erst mal gar nichts außer rumliegen, bis wir dann abends Sven auf den Flughafen brachten und noch ein Abschiedsbier tranken.


Am Sonntag waren wir (meine Mitbewohner Simone, Patti, Holger und ich) am Kap! Wir fuhren von Sea Point erst mal nach Simonstown um dort Wale und Pinguine anzutreffen!!! Soviel sei gesagt...es hat beides geklappt. Allerdings habe ich leider kein sehr gutes Bild von den Walen gemacht, da die immer nur ganz kurz aufgetaucht sind. Aber es war trotzdem ein riesen Erlebnis für mich - wenn diese Kolosse atmen ist das so wahnsinnig laut und erst dieses heulen! Doch nun zu den Pinguinen. In Simonstown gib es eine Pinguinkolonie mit mehr als 500 Tieren, die sich an einem Strand dicht aneinander drängen. Das habe ich allerdings nicht fotografiert, da das 10 € Eintritt kostet. Stattdessen haben wir Pinguine direkt nebenan auf einem Felsen gesehen und wie Ihr auf den Bildern ja erkennen könnt, waren die verdammt nah bei uns. Ich hätte sie vom Prinzip her sogar berühren können, wurde aber zuvor darauf hingewiesen es bitte zu unterlassen.
Als wir dann in Richtung Kap weiterfuhren waren wir zuerst riesig enttäuscht, da alles gleich aussah und wir uns was super spektakuläres vorgestellt haben. Allerdings wurden wir umso näher wir zum ‚Cape Point’ und dem ‚Cape of good hope’ kamen umso besser wurde es und gegen Ende, als wir dann letztendlich am Kap waren kann ich nur noch mit einem Wort beschreiben! PHÄNOMENAL!!! Es ist einfach wahnsinnig eindrucksvoll...diese Klippen, das Meeresrauschen und die reisende Brandung.
Ich weiß nicht ob sie’s wussten“...aber das ‚Kap der guten Hoffnung’ ist nicht gleichbedeutend mit dem südlichsten Punkt Afrikas. Es ist ein Kap am Kap und nicht das eigentliche Kap – verwirrend? Aber es ist schöner als das eigentliche Kap oder auch ‚Cape Point’. Ach ja, hätte ich fast vergessen! Ich hab auch Strauße in freier Wildbahn gesehen und mich zum ersten Mal richtig wie in Afrika gefühlt – aber trotzdem verdammt hässliche Vögel!
Auf dem Rückweg haben wir dann noch den ‚Chapman’s Peak Drive’ mitgenommen und einen sehr schönen Blick auf den Atlantik und ‚Hout Bay’ genossen.

So ihr Leut...das solls dann mal wieder gewesen sein...hab ja auch genug erzählt!

Salani kahle!!!

Euer André

03 September, 2006

Loin's Head and fun fun fun!!!!!!




Cheers Guys!!!

Heute war ich mit meinem Mitbewohner Holger (Klettermaxe auf dem Bild) auf dem Lion’s Head. Der Weg nach oben ist zwar steinig und mit diversen „Kletterpassagen“ verbunden aber es lohnt sich!!!! Die Aussicht ist der Hammer, aber dass könnt ihr ja auf den Bildern selbst sehen!
Die Woche davor war ich zum ersten zum surfen in Camps Bay und die Wellen dort sind echt abgefahren... 4-5 Meter ist keine Seltenheit!
Ansonsten lass ich es mir soweit auch ganz gut gehen. Letzen Mittwoch war ne Party bei uns im Haus mit nem richtig richtig geilen Braii (Barbecue) ein paar Drinks und super viele neue Leute.
Apropos neue Leute! Seit dieser Woche wohnen 7 neue Leute bei uns im Haus und wir haben jede Menge Spaß. Am Freitag waren wir alle zusammen in einem Club auf der Long Street und danach auf dem Tafelberg um Kapstadt bei Nacht zu bewundern...einfach der helle Wahnsinn! - Disco, Bier, Sundowner und und und!
Ach ja! Der Frühling kommt auch so langsam. Wir haben seit dieser Woche kaum mal Wolken oder unter 20-25° gehabt. Wer also Sonne, Sommer, Sonnenschein möchte, Zeit und Geld übrig hat darf mich gerne besuchen!

Grüße aus der Mother City

André